Kirbach Rechtsanwälte in Baden-Baden: Erbrecht, Erbschaftsteuerrecht, Steuerrecht, Gesellschaftsrecht.
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Vorsorgevollmacht

Ein schwerer Unfall, eine langwierige Krankheit oder auch das
eigene Alter: Es gibt viele Gründe, die ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Leben zeitweise oder dauerhaft unmöglich machen. Wer für einen solchen Fall nicht vorgesorgt hat, muss damit rechnen, dass das Betreuungsgericht eine sogenannte Betreuung anordnet. Vielfach bedeutet das die Bestellung eines amtlichen Betreuers und damit, dass sich ein fremder Mensch in Ihre Familien- und Vermögensangelegenheiten einarbeitet und Entscheidungen trifft, auch wenn es um ihre ganz privaten Belange geht.

Allerdings können Sie einer Ihnen vertrauten Person eine Vorsorgevollmacht erteilen. Die Folge: Nicht ein Fremder, sondern
die von Ihnen ausgesuchte Person kümmert sich im Ernstfall um Ihre Angelegenheiten. Die Vollmacht bedarf grundsätzlich keiner Beglaubigung oder Beurkundung. Sie ist allein durch die Unterschrift rechtswirksam.

Dennoch sollten Sie Ihre Bank so früh wie möglich über die Bevollmächtigung unterrichten. In Einzelfällen bestehen Geldinstitute auf die Benutzung der hausinternen Vordrucke. Soll der Bevollmächtigte auch Entscheidungen hinsichtlich des Immobilienvermögens oder Beteiligungen an einer GmbH oder Personengesellschaft treffen können, ist eine notarielle Beurkundung der Vollmacht notwendig.

Um dem Missbrauch vorzubeugen, sollten Sie mit der Vorsorgevollmacht sorgfältig umgehen. Bedenken Sie immer, dass Dritte, wie zum Beispiel Banken, nach Vorlage der Vollmacht alle Handlungen ausführen, die der Bevollmächtigte anordnet.


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