Kirbach Rechtsanwälte in Baden-Baden: Erbrecht, Erbschaftsteuerrecht, Steuerrecht, Gesellschaftsrecht.
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Ausschlagung

Wer eine Erbschaft ausschlägt, hat dafür meist gute Gründe. So kann die Ausschlagung etwa sinnvoll sein, wenn der Nachlass überschuldet ist. Aber auch erbschaftsteuerliche Überlegungen sollten in die Entscheidung einfließen, welche innerhalb von sechs Wochen
getroffen werden muss.

Die Frist beginnt zu laufen, sobald der Erbe Kenntnis von seiner Berufung zum Erben erlangt hat. Die Erklärung hat gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht – in Baden-Württemberg beim Notariat angesiedelt – zu erfolgen.

Mit der Ausschlagung entfällt die Erbenstellung rückwirkend. Der stattdessen zum Zuge kommende Erbe wird so gestellt, als sei er bereits zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers Erbe geworden.

Die Ausschlagung eines Vermächtnisses ist, sofern der Begünstigte nicht zu einer Erklärung hierüber aufgefordert wurde, grundsätzlich nicht an eine Frist gebunden. Sie hat gegenüber dem bzw. den Erben zu erfolgen.

Wer aufgrund einer Ausschlagung begünstigt ist, ergibt sich aus den Regelungen des Testaments oder den gesetzlichen Bestimmungen.

Aufgrund der Tragweite einer Ausschlagung sollten Sie vor deren Erklärung unbedingt rechtzeitig sachkundigen Rat einholen.
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